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Byton statt BMW? Didi statt Daimler? Was Sie über den historischen Wandel der Automobilindustrie wissen sollten

Die IAA, der Pariser Autosalon, die Detroit Auto Show: Wo sich wichtige Vertreter der Automobilindustrie bis vor Kurzem noch um die raren Plätze im Rampenlicht rissen, herrscht in diesem Jahr gähnende Leere. So sagte allein in Detroit neben Audi und BMW auch Daimler seine Teilnahme für 2019 ab. Mit der Begründung, man treffe sich jetzt lieber andernorts. Zum Beispiel auf der diese Woche stattfindenden Technologiemesse CES (Consumer Electronics Show) in Las Vegas, die ursprünglich als Event für die Unterhaltungselektronik-Branche konzipiert war. Verkehrte Welt? Nein. Das Messe-Wechsle-Dich symbolisiert vielmehr den Paradigmenwechsel in der Automobilbranche, der Industriegrößen wie Daimler, VW oder BMW vor enorme Herausforderungen stellt.

 

Alte Hasen...

 

Klar, auf der CES gibts auch grandiose Innovationen für Liebhaber der Unterhaltungselektronik, wie z.B. faltbare Smartphones, noch schärfere TV-Bildschirme oder Augmented Reality-Brillen. Doch neben Samsung, Apple und Co. tummeln sich immer mehr Vertreter der Automobil- bzw. Zulieferindustrie, die ihre Interpretation zukunftsweisender Technologien zur Schau stellen. Statt um Blech, PS und Design geht es in Nevada um KI (künstliche Intelligenz), Elektrifizierung, Vernetzung und innovative Mobilitätskonzepte. Das “Autofahren” mutiert vom Statussymbol zur Dienstleistung, die dem jeweiligen Bedarf angepasst werden kann. Der Deutschen “liebstes Kind” steht in naher Zukunft möglicherweise nicht mehr tagelang ungenutzt auf dem Gehweg, sondern kommt auf Zuruf (“Alexa, bitte bring mich zum Bahnhof!”) vorgefahren, tut wie ihm befohlen und fährt anschließend weiter zum nächsten Kunden.

 

Klingt wie aus einem Scifi-Film, ist aber - wenn es nach Daimler geht - keineswegs mehr reine Zukunftsmusik. Der Stuttgarter Autohersteller präsentiert in Las Vegas die Fahrzeugstudie Vision Urbanetic - einen digital vernetzten, autonom fahrenden Elektro-Transporter, bei dem die gesamte Technik im Chassis untergebracht ist, auf dem sehr unterschiedliche Aufbauten befestigt werden können. Je nach Tageszeit und Bedarf wird aus dem Gefährt in kurzer Zeit wahlweise ein Kleinbus oder Transporter, der von wechselnden Fahrgästen genutzt werden kann.

 

...neue Jäger

Ein ähnliches Mobilitätskonzept basierend auf Roboter-Autos plant Zulieferer Bosch: Das autonome E-Shuttle soll voll vernetzt auf die Straße gehen und Mitfahren ein ganzheitliches Reiseerlebnis samt vor reserviertem Sitzplatz, persönlichem Assistenten und Bezahlsystem bieten. Digitale Services, ohne die laut Bosch “in Zukunft kein Fahrzeug mehr unterwegs sein wird”.

 

Neben Roboter-Taxis sind bei der CES natürlich auch Vertreter der Mitfahr-Branche zugegen. Allen voran Uber und das chinesische Pendant Didi, die schon jetzt mit sehr fortschrittlichen Mobilitätsplattformen den Markt aufwühlen.

 

Ein bisschen was aus beiden Welten vereint Byton. Das chinesische, von einem ehemaligen BMW-Manager geführte Unternehmen will ab 2019 große Stückzahlen des Elektro-SUVs M-Byte produzieren, die an das Volumen etablierter Hersteller wie Daimler und VW herankommen sollen. Und das sogar mit einer noch wesentlich innovativeren Ausstattung: Enorme Displays erleichtern die Routenplanung und sorgen für Beifahrer-Entertainment. Gelenkt wird mit Stimme, Gestik und klassischen Schaltern. Dank einer serienmäßigen 5G-Antenne ist der M-Byte immer “online” und kann Fahrer am Gesicht erkennen, womit sich der Neuling zum Schnäppchen-Basispreis von 40.000 Euro perfekt als Sharing-Car eignet. Ja, und schick ist der M-Byte obendrein...

 

Die Kursentwicklungen der etablierten Auto-Aktien glichen in den vergangenen Jahren einer Achterbahnfahrt und haben Anleger viel Nerven (und mitunter Geld) gekostet. Auch aufstrebenden E-Auto-Hersteller wie Tesla oder BYD konnten langfristig noch nicht überzeugen. Wenn Sie in Ihrem Depot mehr Konstanz und Performance erzielen möchten, dann lassen Sie sich bei Ihrer Aktienauswahl nicht vom glamourösen Image der Autohersteller blenden, sondern vertrauen Sie auf den Anlageerfolg der laut Performanceanalyse langfristig erfolgreichsten und sichersten Aktien der Welt. Welche 100 Champions-Aktien das sind, erfahren Sie in Ihrer aktuellen Aktienbrief-Gratisausgabe!

 

Ich wünsche Ihnen ein entspanntes Wochenende,

 

Ihre Miss boerse.de

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