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Adidas: Aktienrückkauf geht in die zweite Runde

Das Jahr ist noch jung, doch die Adidas-Aktie läuft schon jetzt zu Hochform auf! Seit Jahresbeginn verteuerten sich Anteile des Sportartikelherstellers um +4,7 Prozent. Innerhalb der vergangenen zwölf Monate erzielten Adidas-Aktionäre eine Rendite von +11 Prozent. Ein Resultat, mit dem die Herzogenauracher der Champions-Aktie Nike (+22 Prozent Gesamtjahres-Performance) ganz dicht auf den Fersen sind und den Dax (-18 Prozent) weit abgeschlagen hinter sich lassen.

Adidas investiert in sich selbst
Heute macht Adidas mit der Fortsetzung des 2018 gestarteten Aktienrückkaufprogramms von sich Reden. Bis 2021 sollen Unternehmensanteile mit einem Volumen von insgesamt bis zu drei Milliarden Euro erworben werden. Allein in diesem Jahr könnten eigene Aktien im Wert von ungefähr 800 Millionen Euro über die Börse zurückgekauft werden. Damit beugt sich Adidas dem Druck aktivistischer Investoren wie der GBL des kürzlich verstorbenen belgischen Milliardärs Albert Frere, die eine Ausschüttung von Gewinnen fordern, die das Unternehmen nicht für Investitionen oder Übernahmen benötigt.

Ein solches Rückkaufprogramm, bei dem Aktien in der Regel eingezogen werden, wird von Anlegern meist positiv bewertet. Denn bei sinkendem Angebot und gleichzeitig höherer Nachfrage steigen in der Regel auch Kursgewinn und Dividende pro Aktie.

2019: +30 Prozent Gewinnpotenzial?
Doch mit Aktienrückkäufen allein kann sich Adidas im neuen Jahr nicht gegen die Konkurrenz behaupten. Der Sportartikelmarkt ist hart umkämpft, der Preisdruck erheblich. Nike, Under Armour und Puma buhlen nebst Adidas um die Gunst der Kunden. Zwar spielt der momentan “Zeitgeist”, bei dem eine gesunde, fitte Lebensweise quasi zum guten Ton gehört, den Sportartikelherstellern in die Hände. Doch ob ein Puma, “Swoosh” oder drei Streifen den Turnschuh zieren, entscheiden allein die Konsumenten, deren Preisbewusstsein den Marken ein Limit auferlegt.

Mit teuren Sneakers gewinnt Adidas 2019 also vermutlich kein Rennen. Worauf es wirklich ankommt, ist Rentabilität. Die Umsatzprognose für das Jahr 2018 musste Adidas-Chef Rorsted bereits nach unten korrigieren. Statt des erwarteten Plus von bis zu zehn Prozent rechnet das Unternehmen nun mit lediglich neun Prozent. Dafür gelang es dem Firmenchef in den vergangenen zwei Jahren, den Konzern rentabler zu machen. Seitdem stieg die operative Marge um vier Prozent. Bis 2020 müsse diese wichtige Kennziffer bei 11,5 Prozent angelangt sein, erklärte der Däne kürzlich in einem Interview. Auch Sorgenkind Reebok soll im Konzern verbleiben und auf Profitabilität getrimmt werden.

Konkrete Zahlen, sowie eine Jahresprognose 2019 veröffentlicht Adidas zwar erst im März, doch einige Analysten bescheinigen den Herzogenaurachern trotz des schwierigen Marktumfeldes in diesem Jahr Kursgewinne von bis zu 30 (!) Prozent. Ob die Adidas-Aktie damit auch zu den Top-Investment-Chancen 2019 des Rosenheimer Börsenteams zählt? Das und viel mehr verraten wir Ihnen im neuen, kostenlosen Sonderreport!

Ich wünsche Ihnen einen entspannten, erfolgreichen Börsentag,

Ihre Miss boerse.de

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