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Börsengänge 2019: Diese 3 IPO’s sollten Sie nicht verpassen!

Zugegeben - die Branchen Fashion, Trucks und Nahrungsmittel könnten unterschiedlicher nicht sein. Dennoch haben drei Unternehmen aus den genannten Segmenten eines gemein: Sie drängen an die Börse. Konkret geht es um die IPO-Pläne von Global Fashion Group, VW Trucks (Traton) und Beyond Meat, die wir heute einmal genauer unter die Lupe nehmen. Denn vielleicht verbirgt sich ja hinter einem der momentan noch wenig bekannten Namen eine echte Kursrakete! Bevor Sie jedoch vor Begeisterung entbrennen: Seien Sie generell vorsichtig mit IPOs, an denen sich schon 2017 / 2018 zahlreiche Börsianer die Finger verbrannt haben. Man denke nur beispielsweise an die Aktienkurse der Restaurantkette Vapiano (seit Juni 2017 gelistet, -70 Prozent), des Smartspeaker-Herstellers Sonos (seit August 2018 gelistet, -40 Prozent) oder der Deutsche Bank-Tochter DWS (seit März 2018 gelistet, -23 Prozent). Ein positives Beispiel will ich Ihnen natürlich nicht vorenthalten: Siemens Healthineers legte trotz herausfordernder Marktbedingungen seit dem Börsengang im März 2018 +24 Prozent zu.

Ehe Sie in einen IPO-Kandidaten investieren, sollten Sie sich deshalb darüber im Klaren sein, dass Aktien von Börsen-Novizen immer ein riskantes Investment darstellen, das höchstens einen kleinen Prozentsatz des Portfolios ausmachen sollte.

Hier ein Überblick über die - spekulativen - Depotbeimischungen, die 2019 das Börsenparkett erobern dürften:

Global Fashion Group

Dahinter verbirgt sich das neueste Börsen-Experiment der Clone-Schmiede Rocket Internet, das gemeinsam mit der schwedischen Investmentgesellschaft Kinnevik 2011 ins Leben gerufen wurde. Das in Luxemburg ansässige Unternehmen hat sich auf den Online-Handel mit Kleidung in Schwellenländern wie z.B. Brasilien oder Südostasien spezialisiert, zu denen 3000 Marken wie etwa River Island, TopShop oder Mango sonst nur schwerlich Zugang hätten. Dabei übernimmt die Global Fashion Group für Partner-Marken sowohl E-Commerce, als auch Logistik und Zahlungsabwicklung. Günstige Marktbedingungen vorausgesetzt, plant Rocket Internet den Börsengang der Fashion-Tochter bereits im Frühjahr 2019, wobei eine stolze Bewertung von 1,8 bis 2,5 Milliarden Euro angestrebt wird. Stolz vor allem deshalb, weil das jüngste Zahlenwerk der Global Fashion Group alles andere als glamourös war: So legten die Erlöse im dritten Quartal 2018 um magere drei Prozent auf 264,6 Millionen Euro zu. Unterm Strich blieb sogar ein Minus in Höhe von 21,3 Millionen Euro.

Kritiker munkeln, dass der Global Fashion Group-IPO ebenso erfolglos verlaufen könnte, wie die meisten Börsengänge der Rocket Internet. Bis auf Zalando erwiesen sich nämlich alle Debütanten der Berliner Startup-Schmiede (Home24, Hello Fresh, Delivery Hero, Westwing sowie Rocket Internet selbst) bis dato als Kapitalvernichter...

VW Trucks (Traton)

Weiter gehts mit einem buchstäblichen “Schwergewicht”: Die ehemalige “Volkswagen Truck & Bus”, die Mitte 2018 in Traton Group umbenannt wurde, könnte mit einer Bewertung von 20 Milliarden Euro eines der größten Deutschen IPOs der vergangenen Jahre werden. Die 100 prozentige VW-Tochter zählt mit 81.000 Mitarbeitern und 24 Milliarden Euro Jahresumsatz ihrer Marken MAN, Scania und Volkswagen Caminhões e Ônibus zu den weltweit führenden Nutzfahrzeugherstellern. Mit dem Börsengang der Truck-Tochter würde VW einen weiteren, wichtigen Schritt in Richtung Zukunftsfähigkeit gehen: Bereits Anfang November wurde bekannt, dass die Wolfsburger 44 Milliarden Euro in E-Mobilität, Digitalisierung und autonomes Fahren investieren. Zudem hat der Konzern einen mächtigen, neuen Partner mit an Bord: Der IT-Riese Microsoft soll für VW die „Volkswagen Automotive Cloud“ entwickeln, die alle digitalen Dienste des Konzerns bündelt und schon bald voll vernetzte Fahrzeuge ermöglicht. Sowohl PKWs, als auch LKWs. Die Entscheidung über den Traton-Börsengang soll noch vor Weihnachten fallen. Ein spannender, gewichtiger IPO, der da auf uns zurollen könnte!

Beyond Meat

Leonardo diCaprio, Bill Gates und sogar Ex-McDonald’s-Chef Don Thompson zählen bereits zum renommierten Investoren-Club des Herstellers für pflanzlichen Fleischersatzprodukte, der möglicherweise schon bald auch für Privatanleger zugänglich wird. Beyond Meat drängt an die Börse. Als Emissionsvolumen peilt das Unternehmen 100 Millionen Dollar an, wobei der genaue Zeitpunkt des geplanten Börsengangs noch nicht feststeht.

Beyond Meat wurde im Jahr 2009 gegründet und stellt vegane Steaks, Burger und andere Fleischalternativen her, deren Geschmack dem “tierischen” Original angeblich sehr nahe kommt. Seit 2013 sind die Produkte von Beyond Meat in den USA in der Bio-Ladenkette Whole Foods erhältlich, die im letzten Jahr von Amazon übernommen wurde. Ab Ende November sollen die fleischlosen Burger nun auch in Deutschland bei Metro-Großmärkten in den Regalen stehen.

Eine durchaus beachtliche Expansion des einstigen Startups, das sich zu einem respektablen Unternehmen mit einem Jahresumsatz in zweistelliger Millionenhöhe gemausert hat. 2017 betrug der Umsatz 32,6 Millionen Dollar. Allerdings erreichte Beyond Meat im vergangenen Jahr noch nicht in die Gewinnzone - der Jahresverlust belief sich auf 30,4 Millionen Dollar. In den ersten neun Monaten 2018 setzte Beyond Meat eigenen Angaben zufolge allerdinges bereits 56,4 Millionen Dollar um - ob davon unterm Strich etwas Fleisch auf den Rippen blieb, ist noch nicht bekannt.

Zugegeben - IPO-Abenteuer sind verlockend, aber ebenso riskant! Setzen Sie deshalb besser nicht alles “auf eine Karte”, sondern diversifizieren Sie Ihre Assets. Als Basisinvestment stehen aufgrund ihrer langfristig erfolgreichen Kurshistorie dabei immer die 100 boerse.de-Aktienbrief-Champions an erster Stelle. Allesamt Aktien von Unternehmen, die ihre Qualitäten schon mindestens zehn Jahre lang unter Beweis gestellt haben. Ein großes “Plus”, das spekulative Neuemissionen noch nicht vorweisen können. Sichern Sie sich deshalb Ihre Aktienbrief-Gratisausgabe und machen Sie ihr Depot fit fürs neue Jahr!

Ich wünsche Ihnen ein entspanntes Wochenende,
Ihre Miss boerse.de
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