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Dividendenaktien: Vier Daten, die Sie als Value Investor kennen sollten

Historische Aufzeichnungen zeigen, dass mehr als 50 Prozent der langfristigen Aktienerträge aus Dividenden stammen. Wenn Sie über Wachstumsraten, zukünftige Cashflows, anstehende Patente, behördliche Zulassungen oder internationale Expansionen von interessanten Unternehmen nachdenken, beachten Sie bitte, dass es im Grunde nur zwei Möglichkeiten gibt, an der Börse Geld zu verdienen:


Dividenden sorgen nicht nur für ein solches passives Einkommen, sondern sind auch ein starker Indikator für die wirtschaftliche Potenz und die Fähigkeiten des Managements

Die Dividende ist eine steuerpflichtige Zahlung, die vom Vorstand eines Unternehmens vorgeschlagen, auf der Jahreshauptversammlung beschlossen und vom Verwaltungsrat verkündet wird. Dividenden werden von deutschen Unternehmen meist jährlich, von US-amerikanischen Firmen in der Regel vierteljährlich in ausgezahlt. Die Dividendenrendite ist die jährliche Dividende dividiert durch den Aktienkurs in Prozent.

Es besteht für Aktionäre jedoch kein juristischer Anspruch auf eine Dividende

Und tatsächlich zahlen heute weniger Unternehmen Dividenden aus als noch vor 50 Jahren. In der Praxis sind die Unternehmen nur selten bereit, die Dividende zu reduzieren. Denn wird sie gekürzt, können Aktionäre rasch das Vertrauen verlieren. Dividenden dienen also immer auch der Imagepflege.

Unternehmen, die eine lange Geschichte der Dividendenerhöhung aufweisen können, sind in der Regel eine gute Investition.

Denn sie haben bewiesen, dass sie in der Lage sind, den Cashflow zu erhöhen, um Dividendenzahlungen überhaupt zu ermöglichen.

Es gibt vier wichtige Daten, die Sie als Anleger in Sachen Dividenden kennen sollten.

Das Deklarationsdatum: Der Tag, an dem der Verwaltungsrat die Dividende verkündet. Dies geschieht in der Regel durch eine Pressemitteilung.

Das Ex-Dividenden-Datum: Der erste Tag nach der Jahreshauptversammlung, an dem die Aktie ohne Dividende gehandelt wird. Wenn Sie Aktien verkaufen und die Dividende erhalten möchten, sollten Sie an oder nach diesem Datum verkaufen. Wenn Sie hingegen Aktien kaufen, müssen Sie spätestens einen Tag vor diesem Datum kaufen, um die Dividende zu erhalten.

Das Datum der Aufzeichnung: Um die Dividende zu erhalten, müssen Sie als Eigentümer der Aktien in den Unterlagen der Gesellschaft eingetragen sein. Wenn Aktien den Besitzer wechseln, dauert es rund drei Werktage, bis die Transaktion erfasst wird. Der Stichtag ist somit zwei Werktage nach dem Ex-Dividenden-Datum.

Das Fälligkeitsdatum: Der Tag, an dem die Zahlung in Ihrem Namen an Ihren Broker verschickt oder überwiesen wird. In der Praxis kann dies zwischen einer Woche und sechs Wochen nach dem Aufzeichnungsdatum variieren.

Zu verstehen, wie und warum Dividenden von Unternehmen ausgeschüttet werden, ist wesentlicher Bestandteil einer jeden erfolgreichen Aktienstrategie. Dividenden geben Ihnen als Anleger nicht nur zusätzliche Kaufkraft, sie können auch viel über die finanzielle Gesundheit eines Unternehmens und seine Einstellung gegenüber den Aktionären aussagen.

In der aktuellen Ausgabe von AktienSCREEN haben wir das Aktienuniversum nicht nur nach Unternehmen durchforstet, die ihre Dividenden stetig steigern, den sogenannten Dividendenaristokraten. In einem mehrstufiges Screening-Verfahren haben wir die Unternehmen mit der attraktivsten Kombination aus hoher Dividenrendite und günstiger Bewertung herausgefiltert.

Viel Erfolg bei der Kapitalanlage!

Ihre

Kerstin Franzisi
Chefredakteurin AktienSCREEN
Team Max Otte

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Hinweis/Disclaimer:
Max Otte berät, beziehungsweise Unternehmen, an denen Max Otte beteiligt ist, beraten den PI Global Value Fund (WKN: A0NE9G) und den Max Otte Vermögensbildungsfonds (WKN: A1J3AM). Diese beiden Fonds könnten Positionen in Titeln halten, die in dieser Kolumne genannt sind.

Für den Fall, dass Leser dieser Kolumne Positionen in einen genannten Titel in einem Umfang erwerben, der dazu geeignet ist, den Preis des Titels zu beeinflussen, könnte der Verfasser dieser Kolumne und / oder einer beziehungsweise beide die Fonds im Falle der Veräusserung des Titels aus deren Portfolio nach einem solchen Kursanstieg vom Erwerb des Titels durch die Leser der Kolumne profitieren. Auch im Falle eines Verkaufs in einem entsprechenden Umfang durch Leser der Kolumne könnte der Verfasser dieser Kolumne und / oder einer beziehungsweise beide Fonds von fallenden Kursen durch günstigere Einstiegskurse im Falle eines späteren Kursanstiegs profitieren.

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