| Desktop Version |

Natürlich steigen die Kurse wieder auf neue All-Time-Highs ...

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

im ersten Drittel von 2018 war an den Börsen kein Blumentopf zu gewinnen. So haben unsere 100 Champions-Aktien in den ersten vier Monaten 0,1% abgegeben, die 30 Dow-Titel verloren 2,3% und für die 30 Dax-Werte errechnet sich ein Minus von 3,6%. Doch die Zwischenbilanz per März hatte ein gutes Stück schlechter ausgesehen, und aus der freundlichen April-Tendenz könnte etwas größeres werden. Denn:

Nach meiner Jahresprognose vom Oktober sollten das zweite und das vierte Quartal fester verlaufen. Da die großen Indizes momentan sehr nahe an ihren 200-Tage-Linien notieren und schon prozentual einstellige Kursgewinne zu neuen All-Time-Highs führen würden, beinhalten die Märkte einiges an positivem Überraschungspotenzial. Dazu passt die negative Stimmungslage der Akteure (die sich auch im jüngsten boerse.de-Barometer niedergeschlagen hat), die beständige Diskussion möglicher Risiken und die Herabsetzung der Jahresendziele vieler Analystenhäuser. Doch Sie wissen:

Wie uns Jesse Livermore gelehrt hat, machen nicht Nachrichten Kurse, sondern die aktuellen Kurse bzw. Kurstrends geben die Interpretation der Nachrichten vor. So werden technische Korrekturen fast immer von negativen Schlagzeilen begleitet (wenn nicht, ist Vorsicht angebracht), wobei häufig der Wald vor lauter Bäumen nicht mehr gesehen wird. Während für Offensiv-Champions wie amazon.com oder Wirecard nach wie vor nur der Himmel die Grenze zu sein scheint, befinden sich insbesondere Defensiv-Champions in einem solchen Negativ-Strudel. Deshalb kurz der Blick auf historischen Rücksetzer von mehr als 15%:

Die Fresenius-Aktie, unser einziger Defensiv-Favorit aus dem Dax, notiert heute deutliche 18% unter den letztjährigen Hochs von 79,50 Euro. Damit läuft momentan die siebte Korrektur seit 2002 und die vorangegangenen Tops befanden sich bei 69,80 (2015), 25,20 (2011), 21,10 (2007), 15,80 (2006) sowie 7,70 (2004).

Nestlé, das Musterbeispiel eines Defensiv-Champions, befindet sich mit einem Abschlag von aktuell 19% in der fünften Korrektur der vergangenen 14 Jahre. Die vorherigen Umkehrpunkte lagen bei 74,40 (2015), 45,40 (2010), 33,60 (2007) sowie 22,30 (2004).

Der Defensiv-Wert Schindler hat seit den Januar-Hochs bei 238 aktuell überschaubare 11% abgegeben, was aber die siebte Korrektur der vergangenen zehn Jahre bedeutet. 2015 startete der Rücksetzer bei 167,70, 2014 und 2013 knapp oberhalb von 140 bzw. 145, 2010 bei 116,40 und 98,80 sowie 2008 bei 87,10. Sie sehen:

Wenngleich es bei jeder Korrektur mehr oder weniger dramatische „Gründe“ gegeben haben mag, so sind den Rücksetzern stets neue historische Höchstkurse gefolgt. Deshalb ist es auch jetzt nur eine Frage der Zeit bis die Kurse anspringen und das Pendel der Branchenrotation wieder in Richtung Defensive ausschlägt. Sichtbar wird das natürlich erst bei neuen historischen Höchstkursen, doch die werden kommen ...

Mit bester Empfehlung
Ihr

Thomas Müller
Herausgeber
boerse.de-Aktienbrief

PS: In wenigen Tagen erscheint die aktualisierte Ausgabe von „Defensiv-Champions“ in der 8. Auflage und als Aktienbrief-Abonnent können Sie das Buch jetzt kostenlos anfordern. Anruf genügt (Redaktionstelefon: 0 80 31/20 33 -540)
Home | Impressum | Kontakt