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Turbulenzen nicht überbewerten!

Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

durch die jüngsten Turbulenzen wurde insbesondere den Investoren an den US-Märkten klar gemacht, dass die Börse keine Einbahnstraße ist. Denn Dow Jones & Co. kannten seit Monaten eigentlich nur noch den Weg nach oben, wobei zuletzt deutlich übertrieben wurde. Daher:

Der jüngste Rücksetzer war natürlich heftig, letzten Endes aber auch gesund und sollte richtig eingeordnet werden. In vielen Börsenberichten war vom größten Verlust der Dow-Jones-Geschichte zu lesen oder hören. Das stimmt, wenn die absolute Veränderung betrachtet wird. Gegenüber dem Freitags-Schlusskurs rauschte der Dow Jones am 5. Februar in der Spitze um fast 1600 Zähler abwärts, und zur Schlussglocke betrug das Minus 1175 Punkte. Doch:

Unter dem Strich wurden damit 4,6% abgegeben. Das ist natürlich mehr, als viele Anleger nach den vergangenen schwankungsarmen Wochen und Monaten an der Wall Street gewohnt waren. In der bis 1896 zurückreichenden Historie des US-Leitbarometers gab es vergleichbare Tagesrücksetzer in der Größenordnung zwischen 4,5% und 5,0% allerdings inzwischen schon 38 Mal. Übrigens:

Am schlimmsten erwischte es den Dow Jones am 19. Oktober 1987. Im Vergleich zum vergangenen Montag mag das damalige Minus von 508 Punkten zwar harmlos aussehen. Doch unter dem Strich hatte der Dow damals innerhalb einer Sitzung fast 23% verloren! Sie sehen:

Die Betrachtung von absoluten Kursveränderungen kann das tatsächliche Ergebnis ganz schön verzerren. Dies ist übrigens auch ein Grund weshalb wir im boerse.de-Aktienbrief die Langfrist-Charts unserer Champions stets logarithmisch abbilden. Denn bei dieser Darstellung werden die prozentualen Veränderungen berücksichtigt, die letzten Endes ja auch jeden Anleger interessieren, wenn er einen Blick in sein Portfolio wirft.

Mit bester Empfehlung

Jochen Appeltauer
Chefredakteur
boerse.de-Aktienbrief

PS: Sobald sich die Wogen an den Märkten wieder geglättet haben, dürften sich bei vielen unserer Aktienbrief-Champion wieder vielversprechende (Nach-) Kaufgelegenheiten eröffnen. Interessante Kandidaten finden Sie bspw. in unserem druckfrischen Sonderreport „Dividenden-Champions“.
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