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„Beispiel Apple: Börsenerfolg à la Warren Buffett!“

Interview mit Thomas Müller, Herausgeber boerse.de-Aktienbrief

 

boerse.de: Gibt es ein Patentrezept für den Börsenerfolg?

Thomas Müller: Mich fasziniert an der Börse, dass es viele Wege gibt, die zum Erfolg führen. Wie wir an unserem 10. Rosenheimer Börsentag im Oktober wieder zeigen werden, ist unser Weg die technische Analyse, was bedeutet, dass wir uns allein auf die Kurse konzentrieren, konkret auf die Analyse der Kursverläufe.

boerse.de: Welchen Vorteil hat die technische Analyse bei der Aktienauswahl?

Thomas Müller: Allein der Kursverlauf macht den Unterschied zwischen Gewinner- und Verlierer-Aktien aus. Deshalb identifizieren wir im boerse.de-Aktienbrief über historische Kursverläufe zigtausender Titel die 100 langfr istig erfolgreichsten und sichersten Aktien der Welt. Diese Champions überzeugen gegenüber allen anderen Aktiengruppen mit einer massiven Outperformance.

boerse.de: Wie sieht das Ergebnis im Vergleich mit Dax- oder Dow-Jones-Aktien aus?

Thomas Müller: In den vergangenen zehn Jahren bspw. haben unsere Champions im Schnitt 281% gewonnen, die 30 Werte aus dem Dow Jones aber nur 134% und Dax-Titel sogar lediglich 60%.



Diese Performance konnte mit einer einfachen „Kaufen und Liegenlassen“-Strategie erzielt werden. Doch ein solches Buy-and-Hold empfehlen wir nur für das Depot-Fundament, das aus den Top-Defensiv-Champions bzw. dem BCDI bestehen sollte. Von diesen Investments zum Vererben abgesehen, geben uns die aktuellen Kursentwicklungen vor, wann Transaktionen anstehen.

boerse.de: Welche speziellen Instrumente werden im Aktienbrief angewandt?

Thomas Müller: Um in der Hausse massiv investiert zu sein und in der Baisse eine möglichst hohe Kasse zu halten, lassen wir die Quote der Champions im Aufwärtstrend (also dem GD200) über die Investitionsquote entscheiden. Als bewährtes Instrument steht uns dafür der Champions-Oszillator zu Verfügung, wobei die jeweilige Investitionsquote dem Wert des Champions-Oszillators entsprechen sollte.



Bei einem sinkenden Oszillator-Wert gilt es, sukzessive Positionen glattzustellen und den Liquiditätsanteil zu erhöhen. Die Reihenfolge der Verkaufskandidaten wird durch den (negativen) Abstand der Depottitel zum jeweiligen GD200 vorgegeben. Ziel dabei ist es, die gerade stärksten und damit rentabelsten Champions so lange wie möglich im Portfolio zu behalten.


boerse.de:
Und woran sollten sich Anleger in puncto Risikostreuung halten?

Thomas Müller: Ein idealtypisches Champions-Depot sollte nach Branchen sowie Ländern diversifiziert sein. Für die Gewichtung liefert wiederum der Pool aller 100 Champions die Vorlage. 



Wie das genau funktioniert, erklären wir in der Depot-Analyse jeder Ausgabe, wobei Aktienbrief-Abonnenten jährlich einen ausführlichen Depot-Check anfordern können.

boerse.de: Zurück zum Eingangsthema: Warren Buffett bspw. verfolgt einen völlig anderen Weg und ist damit erfolgreich. Gibt es Gemeinsamkeiten?

Thomas Müller: Für einen Warren Buffett spielen Kurshistorien oder die 200-Tage-Linie natürlich überhaupt keine Rolle. Die Investment-Legende investiert streng nach fundamentalen (Value-)Kriterien und kommt dennoch (hin und wieder) auf die gleichen Favoriten wie wir.

boerse.de: Können Sie ein Beispiel nennen?

Thomas Müller: Buffett hat beispielsweise nach ersten Käufen 2016 sein Engagement in Apple im ersten Quartal 2017 verdoppelt, womit das Kultunternehmen zur drittgrößten Aktienposition des Berkshire-Hathaway-Portfolios wurde. Auch für uns ist Apple nicht irgendein, sondern der am vierthäufigsten im Aktienbrief empfohlene Champion. Seit der ersten Aufnahme in ein Basis-Depot 2006 hat Apple sagenhafte 1546% gewonnen, und im Mittel errechnet sich für unsere 30 Empfehlungen ein Kursplus von stolzen 330%.



Und während eine ganze Industrie davon lebt, die Auswirkungen der Einführung des neuen iPhone 8 auf den Aktienkurs zu diskutieren, werden in Omaha wie in Rosenheim nur die Fakten betrachtet – aus völlig unterschiedlichen Blickwinkeln. Genau das macht die Börse so faszinierend.

boerse.de: Und welcher Champion wurde am häufigsten im Aktienbrief empfohlen?

Thomas Müller: Mit bislang 35 Empfehlungen seit 2002 hat der boerse.de-Aktienbrief Nestlé am häufigsten zum Kauf gestellt, wobei sich ein durchschnittlicher Kursgewinn von 117% errechnet. 



Der Defensiv-Champion ist das Paradebeispiel für unsere Anlagestrategie im BCDI. Kaufen, Halten, Vererben!

boerse.de: Herr Müller, vielen Dank für das Gespräch!


Thomas Müller ist seit 1987 Verleger, Gründer und Vorstand der TM Börsenverlag AG, Gründer und Geschäftsführer der boerse.de Finanzportal GmbH sowie Herausgeber vom boerse.de-Aktienbrief. Zudem ist Thomas Müller Initiator des boerse.de-Champions-Defensiv-Index (BCDI) und des BCDI-Aktienfonds (WKN: A2AQJY). 


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